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Meine Backleidenschaft entwickelt sich ja hauptsächlich für den Amerikanischen Rezepte-Bereich und wenn manche von euch damit vertraut sind, ist euch sicher eines desöfteren aufgefallen: Eine Zutat namens Vanilla oder Vanilla-Extract. Jetzt sehe ich diese Fläschchen schon in einigen größeren Supermärkten rumstehen, jedoch um hörende Summe käuflich. Vor 1-2 Jahren, wie mein ganzer Wahnsinn angefangen hat, war es noch schwer an dieses Zeug zu kommen – teure Internetbestellungen inkludiert.

Doch was bewirkt diese mysteriöse Zutat? Was ist sie eigentlich? Ganz einfach, hier in Mitteleuropa sind wir quasi gesegnet den Geschmacksstoff Vanille in  Pulverform zu haben oder auch preiswert an ganze Vanilleschoten zu kommen. Der Rest der Welt müsste dagegen schon einen größeren Aufwand betreiben um an diese Variante dieses Geschmacks zu kommen. Deswegen wird dieses Vanilla oder Vanilla-Extract hergestellt und dort, wo es kein Vanillin oder einen Vanillezucker gibt, in Umlauf gebracht.

Etwas Wikipedia-Vanille-Geschwafel:

Die Vanille ist ein Gewürz, das aus den fermentierten Kapselfrüchten („Schoten“) verschiedener Arten der Orchideen-Gattung Vanilla gewonnen wird. Der Name stammt über das französische vanille vom spanischen vainilla („kleine Hülse oder Schote“, zu lat. Vanilla planifolia). Vanille in Stangenform wird auch als Königin der Gewürze bezeichnet.

Vanilleextrakt, auch als Vanille-Essenz bezeichnet, ist ein scharf schmeckender flüssiger Auszug von Vanille mit etwa 35 % Ethanol und manchmal etwas Zuckersirup.
Reiner Vanilleextrakt, wenn als solcher gekennzeichnet, muss immer aus
echten Vanilleschoten extrahiert werden. Er enthält die Aromastoffe der
Vanille in hochkonzentrierter Form und ist praktisch unbegrenzt haltbar.

Vanilleextrakt wird vor allem in der industriellen
Lebensmittelherstellung verwendet. Die Hersteller von Vanilleextrakt
verwenden dabei Vanilleschoten unterschiedlicher Herkunftsorte und
Qualität, um gleich bleibende Qualität zu erzielen und um spezifischen
Anforderungen zu entsprechen. So enthält Vanilleeis neben Bourbonvanille
auch andere, strengere Vanillesorten als Geschmacksträger.

 

aus: Wikipedia

 

Zum Verwendungszweck: 1 TL Vanilla bzw. Vanilla-Extract entspricht

  • 1 Vanilleschote
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 2 Vanillin

Zutaten

  • 750ml Vodka (mind. 38 Vol-%, aber am besten 40 Vol-%)
  • 6 Vanilleschoten

Zubereitung

  1. Die Vanilleschoten der Länge nach in der Mitte spalten – am besten vorher die Schote etwas „massieren“, damit sich die Samen besser verteilen und nicht platzen wenn man schneidet (Irgendwie hört sich das zweideutig an).
  2. Nun entweder die Schoten direkt in die Vodkaflasche stopfen oder in einer neuen Einmachflasche platzieren und mit dem Vodka übergießen.
  3. Nun die Flasche für mind. 8 Wochen, länger ist immer besser, an einem dunklen trockenen Ort lagern und alle 2 Tage gut durchschütteln.
  4. Nach den 8 Wochen kann man den Vanilleextrakt in kleine Apothekerfläschchen abfüllen und verschenken.
  5. Noch ein TIPP: Am besten erstmal nur die Hälfte des Extrakts abnehmen und die restliche Flasche wieder mit Vodka auffüllen, dann wieder mind. 4 Wochen warten und nun ist der „neue“ Vodka infusiert mit dem „alten“ Vanille-Aroma.

Zum Abschluss noch eine etwas witzige Trivialinformation:

In manchen Gegenden Österreichs wurde Knoblauch
früher auch als „Vanille des armen Mannes“ bezeichnet, da die echte
Vanille aufgrund ihres Preises nur den obersten Schichten zugänglich
war. Der damals entstandene, so genannte Vanillerostbraten,
der sich zu einem auch heute weit verbreiteten Standardgericht der
Wiener Rindfleischküche entwickelte, wird daher, entgegen seinem Namen,
nicht mit Vanille, sondern mit Knoblauch zubereitet.
Von den Herstellern der mit Vanillin oder auch echter Vanille
aromatisierten Produkte wird suggeriert, dass Vanille gelb sei. Die
gelbliche Farbe der Produkte beruht jedoch auf künstlich zugesetzten Lebensmittelfarbstoffen (in der Regel Carotinen). Klassische Vanillespeisen sind nur deshalb oft gelb, weil sie viel Hühnerei enthalten, nicht wegen der Vanille selbst.

Bake on! Euer Kevin