Ja ist denn wirklich schon Freitag? Das kann nur eines bedeuten: Meine Prüfung ist vorbei und ich bin wieder daheim. Ein weiterer Vorteil, jetzt kann ich mich voll und ganz auf Weihnachten fixieren (naja, BWL sollte sich dazwischen auch noch irgendwo wohlfühlen und einen Platz in meinem Lesezyklus finden).Meine heutige Gastbloggerin ist auch wiederum eine studentische Kollegin. Nina von Butter & Liebe. Sie studiert sogar etwas Food-bezogenes und zwar Ökologie – zugegeben, nicht ganz Food-bezogen, aber ihr wisst was ich damit meine.
Das Besondere an Nina ist, dass sie zwar durch ihre Ausbildung viel über dies und jenes hört, dass man besser nicht kaufen und/oder essen sollte, sie sich aber trotzdem nicht einschränken lässt. Sie achtet einfach darauf, was sie wo und von wem einkauft. Für sie sind Lebensmittel und ihre Qualität/ Herkunft ebenso wichtig wie der Genuß nach der Zubereitung.
Ich möchte ihr auch recht geben in Sachen Butter: Sie meint, „dass Fett – wenn auch nur in winzigen Mengen – einfach alles besser macht.“ Und in Sachen Liebe, hat sie eine noch bessere Ausführung in ihrer Selbstbeschreibung hier.Also Nina, ein herzliches Dankeschön für deinen Beitrag und ich hoffe du machst so weiter mit deinem Blog, diese Nachhaltigkeitsschiene ist zwar nicht so meines, aber ich lerne immer gern neue Sachen über Lebensmittel hinzu, die ich vielleicht an meinem eigenen Koch- und Backstil verbessern kann (nach Möglichkeit eben :-P).
Rezept als PDF
Maroniherzen
Maroni gehören
für mich zur kalten Jahreszeit wie die kurzen, grauen Tage; der Geruch von
Holzfeuer und die Freude über langsam vom Himmel tanzende Schneeflocken.
Ich liebe Maroni in jeder Form: glasiert zum Gansl, im Risotto oder als Maronireis
unter einem gigantischen Berg von Schlagobers.
Und natürlich in
Form der kleinen Herzen, überzogen mit einem Hauch Bitterschokolade – eine kulinarische
Kindheitserinnerung. Das Rezept ist eine Eigenkreation mit Anregungen von hier und dort.
Ein Herz aus Maroni…

Gesamtzeit10 Stunden Stunden 15 Minuten Minuten
Ergibt20 Stück
GerichtSüße Desserts
Portionen
Zutaten
Maronimasse
- 500 g Maroni mit
- Schale – wenn man von einigen Nieten ausgeht bleiben einem davon nach dem
- Schälen 300 g reines Maronipüree. Wem also das Selberkochen und -schälen zu
- mühsam ist kauft 300 g Vakuum-Maroni; oder 300 g UNgesüßtes TK-Maronipüree,
- sofern man es auftreiben kann.)
- 70 g Butter
- 120 g Staubzucker
- Mark von 1 Vanilleschote
- 1 TL Kakaopulver wer es schokoladiger mag, nimmt 2 TL
- 1 TL Rum analog zu oben, 2 TL
- 1 EL Milch eine Spur mehr bei Verwendung von 2 TL Kakao
Schokoladenüberzug
- Zartbitterschokolade Davon bleibt einiges übrig – aber mit weniger Schokolade
- wird der Überzug nicht so schön glatt.)
Zubereitung
- Die Maroni kochen: Entweder im Druckkochtopf: NICHT einritzen, mit viel Wasser bedecken, dann 30 Minuten beim zweiten Ring. Danach von der Feuerstelle nehmen und das Ventil langsam zurückgehen lassen. (Diese Methode ist wunderbar, ich bin begeistert!) Oder im normalen Kochtopf: Nach längerer Recherche scheint mir diese die seriöseste unter vielen widersprüchlichen Anleitungen zu sein.
- Die Maroni mit einem scharfen Messer quer halbieren. Danach den hellen Kern herausquetschen, die hartnäckigen Reste eventuell mit dem Messer herauskratzen. Aufpassen, dass nichts von der dunkelbraunen Haut zur Maronimasse kommt.
- Die sehr weiche Butter (im Fall kurz in die Mikrowelle) schaumig rühren, danach Vanille hinzufügen und Staubzucker drübersieben. Gut mixen, mindestens zwei Minuten.
- Die Maroni portionsweise durch die feine Presse drücken (entweder Kartoffelpresse oder Flotte Lotte – Pürierstab ist keine gute Idee) und nach und nach unter die Butter rühren.
- Die Milch mit dem Rum in der Mikrowelle erhitzen, dann den Kakao hinzufügen und vollständig auflösen. Die Mischung zur Maronimasse geben und gründlich unterrühren. Abschließend die Masse eventuell noch durch ein feines Sieb streichen.
- Die Masse in einer Schüssel mit Frischhaltefolie bedecken und im Kühlschrank eine halbe Stunde rasten lassen.
- Anschließend in etwa zwei-Teelöffel-große Portionen teilen und diese zu Kugeln rollen (die sind dann etwas größer als Lindt-Kugeln). Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Brett setzen und wieder eine halbe Stunde kühlen.
- Danach die Kugeln in Maroni-Form bringen – mit zartem Spitzerl und kleinem Baucherl, etwa 5 Centimeter lang, 3 Centimeter breit und 2 Centimeter hoch. Das geht am besten direkt auf dem Brett, dann bekommt man eine schöne, glatte Unterseite.
- Nun mindestens drei Stunden, besser aber über Nacht, in einer luftdichten Dose kühlen.
- Ohne Anfrieren – im Bild oben. Im Fall einfach Schritt 3 und 4 auslassen.
- mit Anfrieren – im Bild unten. Wer also auf die Optik Wert legt, ist hiermit eindeutig besser beraten.
- Die Herzerl in Portionen zu je 5 Stück auf einem Teller für circa 5 Minuten im Tiefkühler anfrieren. Nicht mehr Herzerl auf einmal, da der Kühleffekt schnell nachlässt und man mit dem Glasieren nicht schnell genug nachkommt.
- Die Herzerl aus dem Tiefkühler holen.
- Mit einer Kuchengabel einige Millimeter tief in das dicke Ende des Maroniherzerls stechen – so, dass es hängen bleibt, wenn man die Gabel senkrecht nach unten hält.
- Das aufgespießte Herz senkrecht in die Schokolade tunken. (Falls das Gefäß nicht tief genug ist, muss man das Herzerl ein bisschen hin- und herwenden.)
- GUUUUUT abtropfen lassen, mit dem Spitzerl nach unten. Dabei sanft kreisende Bewegungen mit der Gabel machen. Solange, bis keine Schokolade mehr abtropft. Sobald die Schokolade erstarrt ist (wenn sie matt ist) auf dem Backpapier ablegen. Die Gabel sanft herausziehen.
- Mit den restlichen Maroni ebenso verfahren. Hat man alle Herzerl glasiert, kann man noch die Einstichstellen der Gabel kaschieren. Einfach sanft mit dem Zeigefinger drauftupfen. (Hier empfiehlt es sich, wirklich zu warten bis man mit allen Herzerl fertig ist – Erstens geht das „Verarzten“ leichter, wenn die Maronicreme wieder weich ist, zweitens wird einem sonst währenddessen die Schokolade zu fest.)
- Die Schokolade auf den Maroniherzen noch kurz fertig erstarren lassen, dann die Herzerl vorsichtig vom Backpapier lösen.
… von Schokolade umhüllt
Aufbewahrt werden
sie am besten in einer luftdichten Dose im Kühlschrank (wegen der Butter und
der Milch).


