So, ich habe euch heute etwas zu erzählen. In diesem Jahr wird es Veränderungen geben. Bisher hat mich fast jedes Brotrezept im Stich gelassen, aber meine Kämpfernatur gibt nicht so einfach klein bei. Somit wäre es also beschlossene Sache, dass das Jahr 2016 mein Brotjahr wird. Und wie kann man am besten beginnen? Klar mit den Basics und zwar dem Sauerteig und eine kleine Erklärung, wie wichtig er für die Brotherstellung ist.

Ihr müsst wissen, die meisten Brote, die ich bis jetzt so in Angriff genommen habe, sind nicht so wirklich als Brot durchgegangen, eher als Beilagen-Weißbrot, höchstens. Und das hat mich meistens ein klein wenig geärgert. Wollte ich doch schon immer so gutes Brot wie Oma oder die Bauern in unserer Umgebung backen können. Doch nie kam das dabei rum, was ich wollte. Lag vermutlich auch immer wieder an meiner eigenen Sturheit, mich mit dem Thema Sauerteig auseinander zu setzen.

Mittlerweile weiß ich es besser, dass mit einem Sauerteig einfach alles ein klein bisschen besser laufen kann, als ohne ihn. Ja ich weiß, es gibt genug Brotrezepte da draußen, die ohne Sauerteig auskommen, aber für mich funktionieren die nicht. Ist schon fast so, wie wenn sich die alle gegen mich verschwört hätten und nun geheime Treffen abhalten um auszumachen, was beim nächsten Mal backen nicht funktionieren soll. Aber nicht mit mir! Mein Kumpel Sauerteig und ich, meistern nun die Queste, wenn auch nicht ganz ritterlich.
Zunächst stellte sich also die Aufgabe einen Sauerteig anzusetzen. Wer aber nicht wirklich die Zeit dafür hat oder sich auch nicht wirklich ärgern will, wenn nach 4 Tage dann nichts draus wird, der kann auch ganz getrost auf einen Sauerteig aus dem Supermarkt im Beutel zurückgreifen. Da gibt es ganz wundervolle mit Bio-Roggenmehl. Wer natürlich in einem kleinen Dorf mit einer traditionellen Backstube wohnt, der kann natürlich auch mit dem örtlichen Bäcker etwas ausmachen und von ihm ein klein wenig dieses magischen, säuerlichen und wunderwirkenden Breis abzweigen.

Ein leckeres Sauerteigbrot ohne viel Drum und Dran ist quasi mein Lebenselixier. Man kann es mit keinem Brot aus dem Supermarkt um der Ecke vergleichen. Einzig und allein die alt-eingesessenen Bäcker wissen noch wie es geht und wie man es gut macht. Deswegen, wenn ihr so einen in eurer Nähe habt, kauft bei ihm das Brot. Gebt lieber etwas mehr dafür aus, aber ihr werdet auch belohnt mit einem Brot, welches von einem Scherzerl bis zum anderen Scherzerl einfach wunderbar schmeckt.
Ich könnte eigentlich noch stundenlang vom Sauerteig daher philosophieren, dazu komme ich vielleicht auch noch bei Zeiten, aber heute gibt es einmal die Basics. Und als kleinen Tipp, wenn ihr heute schon damit anfangt, kommt für euch zum Wochenende hinein Rezept, wo ihr ihn schon einsetzen könnt. Nur so als kleiner Tipp am Rande.

Ihn nächster Zeit werde ich mich hier als öfter mit dem Thema Brot auseinander setzen. Ich will einfach versuchen so viel wie möglich und wenn es meine Zeit eben zulässt, selber zu backen. In der unterschiedlichsten Varianten. Vom Brot, dass viel Zuwendung braucht, bis hin zu einem ‚Rühr mich ja nicht an‘-Teig. Ihr werdet schon sehen, es kommt einiges auf euch zu. Für heute bin ich dann auch schon wieder weg. Bald geht es nämlich auch schon los in Richtung Prüfungsendspurt. Wenn dann der morgige Tag endlich vorbei ist, bin ich hoffentlich wieder der Alte, was die Nerven betrifft. Wir sehen uns auf jeden Fall (und hoffentlich entspannter) am Freitag wieder. Bis dahin: TSCHAU!
Zutaten
- Roggenmehl
- lauwarmes Wasser
- Schraub- oder Weckglas
- Löffel und Gabel
- 4 Tage Zeit
Zubereitung
- Am ersten Tag 1 EL Roggenmehl mit 2 EL Wasser im Glas mit einer Gabel vermischen, nur leicht abdecken und für 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.
- Am zweiten Tag 1 EL Roggenmehl und 1 EL Wasser hinzufügen, verrühren, wieder abdecken und stehen lassen für 24 Stunden.
- Am dritten Tag gleich wie am zweiten Tag.
- Am vierten Tag wieder gleich wie Tag drei und zwei, jedoch sollte der Sauerteig schon seinen markanten Geruch und Bläschen gebildet haben. Ist dies nicht der Fall und der Sauerteig riecht ‚komisch‘, dann von vorne beginnen mit einem frischen und sauberen Glas.
- Der Sauerteig lässt sich ab Tag fünf verwenden. Die benötigte Menge abnehmen, je 1 EL Roggenmehl und Wasser hinzufügen, verrühren und wiederum bei Zimmertemperatur stehen lassen.
- So kann er nun 2 Tage verbingen, ohne aufgefrischt zu werden.
- Habt ihr nun geplant, den Sauerteig längere Zeit nicht zu verwenden, dann einfach in den Kühlschrank stellen, dort hält er gut 14 Tage, ohne das ihr etwas mit ihm tun müsst.
- Wenn ihr ihn jedoch noch länger nicht braucht, könnt ihr ihn auch gut einfrieren.
- Zum ‚wiederbeleben‘ einfach auftauen lassen und auffrischen mit je 1 EL Roggenmehl und Wasser.

Yay, Sauerteig! Danke für die Anleitung, ist gespeichert und werde ich bei Gelegenheit nächste Woche mal ausprobieren. Das hatte ich schon eine ganze Weile vor, aber irgendwie waren mir alle anderen Beschreibungen immer so… aufgebläht 😛 Ich bevorzuge es kurz und bündig^^
Auch ich habe vor einiger Zeit angefangen mich mit dem Brot backen mehr zu beschäftigen. Eigentlich war ich nie wirklich der Brot-Esser, aber das Espresso-Brot von Elbcuisine hat mich als bekennender Kaffee-Junkie bekehrt. Damit habe ich mich mittlerweile angefreundet und nun wird es langsam Zeit von reinen Hefebroten auf Sauerteig zu leveln 😀
Viel Erfolg beim Prüfungsmarathon!
LG ju chan
PS: Im letzten Absatz vor dem Rezept hat sich im ersten Wort ein Fehlerteufel eingeschlichen – "Ihn" statt "In" 😉
Haha – das mit dem Brot kenne ich. Ich war auch – naja, sagen wir leicht frustriert ist kein Ausdruck dafür.
Aber cool, dass du nun auch auf den SAuerteig gekommen bist. Ich hab mir letztens einen Beutel von dem fertigen Zeug geholt und das beim backen mal getestet – es funktioniert doch tatsächlich. da kommt ein ordentliches Brot raus! Also ganz viel Erfolg beim Brot backen – ich werd mit machen 🙂
Ganz liebe Grüße
ELsa 🙂