Auch im neuen Jahr hat ein Thema bei mir Hochkonjunktur: Frühstück. Manche zelebrieren es, manche schnappen sich nur etwas und sind dann auf ihrem Weg. Jeder ist da anders. So auch die Länder. Überall sieht das Frühstück ein klein wenig anders aus. Aber eines haben viele gemeinsam: Brot. Und heute nicht nur irgendein ‚Brot‘, sondern etwas für mich außergewöhnliches: English Muffins.

Ich bin eigentlich erst in letzter Zeit vermehrt auf diese Dinger aufmerksam geworden. Wie einige von euch vielleicht wissen, habe ich ja auch ein paar Jahre nebenbei bei einer Fast-Food-Kette gearbeitet und da gab es diese Dinger auch schon als Frühstück. Nur damals habe ich mich noch nicht so recht dafür interessiert, was das eigentlich ist und wo es herkommt. Jetzt haben sich halt einige Dinge geändert.

Ursprünglich stammen sie, wer hätte das gedacht, aus dem Kopf eines Briten. Dieser hatte sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Amerika niedergelassen und eine Bäckerei eröffnet. Und um seinen Wurzeln treu zu bleiben, gab es dort eben auch dieses Englische Gebäck namens CRUMPETS. Was diesem English Muffins schon sehr ähnlich war, nur eher ein etwas weicherer Teig und nur in Pfannen gebacken mithilfe von Dessertringen. Also das stelle ich mir mit sehr viel Aufwand verbunden vor. Aber so sind die Briten eben.

Um das Ganze dann etwas praktischer zu gestalten hat er sich dann eben an die Entwicklung dieser Rezeptur gemacht. Und man siehe da: Ein weltweiter Erfolg. Nun ja, nicht ganz weltweit. Am meisten verbreitet sind sie eben in Groß Britannien, Amerika, Kanada und Australien. Den Kolonien eben. Und wie kann ich euch das nun einfach erklären? Klar, Toastbrötchen. Das trifft es am besten. Hier bei uns in Österreich kennt man diese Dinger eigentlich wirklich nur als Frühstück bei besagter Fast-Food-Kette.

Aber hinter diesem Gebäck steckt noch viel mehr. Vor allem auch Tradition. Man nimmt nicht einfach ein Messer und schneidet diesen Muffin in zwei, damit man etwas hineinstreichen kann. Wenn ich euch einmal mit einem Brotmesser in der Nähe dieser Muffins sehe, dann gibt es eine Ermahnung. Schon früher, als dieser Brite diese Brötchen in den Umlauf gebracht hatte, gab es sie schon leicht vorperforiert, wie mit einer Gabel. Deswegen konnte man sie einfach in der Mitte auseinanderziehen und hat so die wundervolle Struktur erhalten können.

Wenn man sie selbst bäckt, merkt man, dass man sie nicht einmal mit einer Gabel einstechen muss. Einfach die Finger ansetzen und auseinanderziehen. So einfach und doch so lecker. Wer sich dann noch mehr Gutes in den Mund stopfen will, kann die Hälften auch noch Toasten. Entweder ganz normal in einem Toaster oder leicht mit Butter bestreichen, auf ein Backblech legen und kurz in den Ofen mit Grillfunktion schieben. Und danach losknuspern.

Habt ihr schon einmal English Muffins gegessen? Außer eben von der besagten Fast-Food-Kette!

Und wer sich jetzt noch immer nicht sicher ist, ob er dieses Rezept ausprobieren sollte, dem kann ich nur sagen, dass diese 20 Stück, welche bei mir entstanden sind, nicht einmal komplett auskühlen konnten. So schnell waren sie auseinander gezupft, mit Marmelade, Honig, Butter, Nutella und Co. bestrichen und vernascht. Warm schmecken sie doch sowieso immer besser, oder? Nun gut, ich verabschiede mich wieder in einen hoffentlich ruhigen Sonntag, euch wünsche ich noch einen wundervollen Tag und wir sehen uns ja am Mittwoch wieder. Bis dahin: Tschau!


ENGLISH MUFFINS

Zutaten

Zubereitung

  1. In einem kleinen Topf die Milch erwärmen und die Butter darin schmelzen. Beide sollten etwa 47°C haben oder eben lauwarm sein. Danach den Germ darin auflösen und warten bis sich Blasen bilden.
  2. Dann kommen der Honig und das Ei dazu und es wird gut miteinander verrührt.
  3. Das Mehl in eine große Schüssel oder in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und in die Mitte eine kleine Mulde formen.
  4. In diese Mulde kommt die Milch-Mischung und es wird angefangen zu kneten. Während dem kneten das Salz hinzugeben und insgesamt 5-6 min. mit der Maschine oder 8-10 min. per Hand durchkneten, bis der Teig elastischer wird. Keine Panik, er ist ziemlich weich und klebrig aber das passt schon so.
  5. Den Teig in eine leicht gefettet Schüssel geben, zudecken und an einem warmen Ort für mindestens 1 Stunde gehen lassen oder bis sich der Teig verdoppelt hat.
  6. Den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche noch einmal kurz durchkneten und danach in 20 Teile aufteilen. 
  7. Ein paar Backbleche mit Backpapier belegen und mit Polenta oder Maismehl bestreuen.
  8. Die Teigteile zu Kugeln rollen, diese etwas flach drücken und auf den Blechen mit etwas Abstand verteilen. Zudecken und an einem warmen Ort wiederum 1 Stunde gehen lassen.
  9. Danach den Backofen auf 165°C Ober- und Unterhitze (150°C Umluft) vorheizen und eine große Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze auf den Herd stellen.
  10. Die ‚Muffins‘ nun portionsweise vorsichtig in die Pfanne legen und beidseitig so lange braten, bis sie gebräunt sind.
  11. Danach wieder auf das Blech legen und für mindestens 12-15 min. backen.
  12. Abkühlen lassen.
  13. Am besten schmecken sie frisch oder getoastet: Dafür die ‚Muffins‘ in mit den Händen aufreißen und die beiden Hälften entweder im Backofen oder in einem Toaster schön bräunen.
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Euer Kevin von

13 Antworten

  1. lieber kevin,
    witzig, die gab es gestern bei uns auch. ich bereite sie nur in der pfanne zu. irgendwie mag ich diese kleinen dinger mal zwischendurch zur abwechslung zu brot und brötchen. ich würde wahrscheinlich von deinem rezept maximal die hälfte nehmen, so ergiebig ist der teig.
    dir einen guten start ins jahr,
    sabine

    1. Hi Sabine,

      Ich esse sie auch total gerne ab jetzt 🙂 Jeder war davon begeistert. Da hats nicht gestört, dass so viele davon da waren :9 Aber nach dem ich den Teig zubereitet habe, ist mir dann auch aufgefallen, dass es doch eine ganz schön große Menge ist. Aber da ich mit Trockengerm gearbeitet habe, wollte ich das halbe Päckchen dann nicht verschwenden. Die Dinger lassen sich aber auch super gut einfrieren 🙂

      Danke und dir natürlich auch 🙂
      Liebste Grüße,
      Kevin

  2. Huhu Kevin,

    man, die sehen ja perfekt aus, wie gekauft. Schmecken aber bestimmt besser! Ich kenne English Muffins (außer von besagter Fastfood-Kette) aus dem Supermarkt. Da heißen sie zwar anders, aber es handelt sich um dasselbe Gebäck. Man muss sie einfach kurz auftoasten und fertig ist das Frühstück – exklusive Liebe. Selbstbacken ist einfach immer besser! Ich speichere mir das Rezept auf jeden Fall mal für später ab. 😉

    Schönen Sonntag!

    Liebst, Rebecca

    1. Hi Rebecca,

      Dankeschön, da werd' ich ja gleich rot 🙂
      Ihr lebt ja echt im gelobten Land, wenn ihr die Dinger kaufen könnt auch. Ich muss auf meine Backfähigkeiten zurückgreifen um in den Genuss zu kommen 🙂

      Dir auch einen wundervollen SOnntag.

      Liebste Grüße,
      Kevin

    1. Oh Kevin, ich bin dir ja noch ein Résumé schuldig: Ich bin grandios gescheitert.
      Der Teig war einfach nur weich und schmierig, ich konnte ihn gar nicht in Stücke schneiden, weil auch das Gehen nicht wirklich was gebracht hat. Eventuell war es doch etwas zu warm, denn letzten Endes lag es am Hefeteig, denke ich.
      So ist natürlich auch am Ende nichts Leckeres draus geworden.

      Ich versuche es irgendwann bestimmt noch einmal 😉 Erstmal Wunden lecken …

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende dir!

      Caro

    2. Hi Caro,

      Das tut mir aber leid zu hören 🙁 Aber ich sag dir eins, bei mir funktioniert Hefeteig auch nicht immer wie er sollte 🙂 Ich bin schon oft genug vor einer Schüssel mit entweder zu matschigem oder zu festem Teig nach der Gehzeit gestanden und dachte mir ich wein jetzt mal ein Stückchen in die Schüssel hinein. Aber davon darf man sich nicht entmutigen lassen. Aufstehen, Staub abklopfen und Krönchen gerade richten. Vielleicht beim nächsten Mal etwas mehr Mehl beim kneten benutzen und wirklich lange kneten, damit sich das Gluten aktiviert und die Stränge entstehen 🙂
      Beim nächsten Mal funktioniert es bestimmt, sonst komm ich vorbei und helf dir dabei 🙂

      Liebste Grüße und dir auch ein wundervolles Wochenende,
      Kevin

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