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Cupcakes, endlich CUPCAKES! Viel zu lange ist es her, dass ich zu Hause Cupcakes gemacht habe, geschweige denn irgendwo anders zu dieser Köstlichkeit gekommen bin. (Das letzte Mal hab ich einen in London von crumbs&doilies gegessen) Also wird es Zeit, dass ich mich ans backen verzieren machen.

Ausgewählt hab ich nicht etwa einen klassischen Vanilla- oder Chococupcake, sondern  den All-Time-Favourite: Red Velvet! Frei übersetzt ins Deutsche heißt das so viel, wie „roter Samt“. Was auch als treffende Beschreibung dieses Cupcakes dient. Durch seine einzigartig fluffige Teigstruktur, ist er einfach unwiderstehlich. Erreicht wird das Ganze durch der Kombination aus Buttermilch, Natron und Essig. Klingt komisch, aber vertraut mir. (Oder wie Peter Lustig von „Löwenzahn“ sagen würde: Klingt komisch, is aber so!)

Charakteristisch für den Red Velvet Cupcake ist, wie schon der Name sagt, seine rote Färbung. Diese entsteht aber nicht hauptsächlich durch die Beifügung von roter Lebensmittelfarbe, sondern durch eine chemische Reaktion des Backkakaos mit der säurehaltigen Buttermilch und dem Natron-Essig-Gemisch. In alten Zeiten (Nachkriegszeit, Große Depression) wurde das rot in den Red Velvet Backwaren durch die Zugabe von roter Bete erreicht. Sieht man heutzutage Gott sei Dank eher seltener, weil wer kein Fan von roter Bete ist, wird dennoch diesen leichten Hintergrund-Geschmack herausfiltern. (so wie ich!)

Um euch nicht länger aufzuhalten, stürzen wir uns mitten ins Getümmel:

Zutaten

Cupcakes:

  • 120g Butter, weich
  • 300g Zucker
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 20g Kakaopulver
  • 40ml rote Lebensmittelfarbe
  • 300g Mehl
  • 1 TL Salz
  • 240ml Buttermilch*
  • 1 EL Essig (Weißwein oder Apfel)
  • 1 TL Natron

Creme-Cheese Frosting:

  • 100g Butter, weich
  • 600 Puderzucker, gesiebt
  • 250g Mascarpone

Zubereitung

1.
Zuerst den Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze (170°C Umluft)
vorheizen, den Ofenrost in der Mitte platzieren und ein 12er Muffinblech
mit Förmchen auslegen (Wenn ihr keine Förmchen zu Hause habt – auch
kein Problem: einfach die Form gut einfetten).

2.
Die Butter in einer Schüssel mit dem Handrührgerät oder in der
Küchenmaschine cremig rühren, dann unter rühren den Zucker und den
Vanillezucker zugeben. Die Butter-Zucker-Masse ruhig länger rühren,
damit alles schön cremig wird und eine merklich hellere Farbe annimmt.

 

3.
Bevor die Eier ins Spiel kommen, die Schüsselwände und den Boden mit
einem Teigschaber von den Zutaten befreien und unter die restliche Masse
mischen. Nun jedes Ei einzeln untermischen und dazwischen immer schön
rühren und wieder mit dem Teigschaber die Schüssel „aufmischen“.

4. In eine separaten Schüssel das Mehl, das Salz und das Kakaopulver und gut mischen.

5. Zur Buttermilch die rote Lebensmittelfarbe mischen.

6.
Nun Abwechselnd – beginnend und endend mit Mehl – die beiden
alternierend zur Butter-Zucker-Ei-Mischung geben und zwischendurch die
Masse immer anständig verrühren.

7.
Der letzte Kick ist nun etwas spannend und chemisch: Das Natron in eine
kleine Schale geben und den Essig darauf gießen. Das Ganze schnell
verrühren (muss nicht allzu genau sein) und zur restlichen Masse geben,
noch einmal kurz durchrühren und fertig ist der Teig.

 

8.
Jetzt die Muffinförmchen zu etwa 2/3 voll füllen – sollte Teig übrig
bleiben und ihr habt keine 2te Muffinform zur Hand, keine Panik. Einfach
den übrigen Teig schnell mit Alufolie abdecken und ab in den
Kühlschrank, denn das stoppt den Triebeffekt des Natron-Essig-Gemisches
leicht und daher kann man, nachdem die Form wieder frei ist, noch
weitere Cupcakes backen – das Resultat weicht zwar etwas vom ersten
Durchgang ab, aber immer noch besser als Teig wegzuschmeißen.

 

9.
Die Cupcakes für etwa 18-20 min. im Ofen backen. Am besten ihr testet
wieder mit der Stäbchenprobe. Wenn bei 18 min. kein Teig mehr am
Holzstäbchen klebt, dann raus damit, wenn doch, dann noch bis zur 20
min. Marke warten und nochmals testen – wenn noch immer Teig daran
klebt, alle 2 min. testen bis kein verdammter Teig mehr dran hängt (wie
gesagt: jeder Ofen ist anders).

10.
Anschließend kurz in der Form auskühlen lassen, dann auf ein
Kuchengitter stellen und KOMPLETT auskühlen lassen – dies ist wichtig,
sonst verflüssigt sich euer Frosting und rinnt von den Cupcakes ab.

11.
Für das Creme-Cheese Frosting: Die weiche Butter mit dem Handrührgerät
oder in der Küchenmaschine bei mittlerer bis höchster Stufe cremig
schlagen.

12.
Danach die Hälfte des Puderzuckers dazugeben und bei niedriger Stufe
anfangen zu rühren und immer weiter steigern – nach 3 min. stoppen und
die andere Hälfte auf die gleiche Art und Weise hinzufügen. Das Frosting
dann ca. 5-8 min. schlagen, bis das Frosting fast weiß wird.

 

 

13.
Zum Schluss noch das Mascarpone (oder Frischkäse, falls ihr kein
Mascarpone zur Hand habt) unterrühren, bis alles eine geschmeidige Masse
ist.

14.
Nun bleibt euch die Wahl: Entweder ihr füllt das Frosting in einen
Spritzbeutel mit einer Stern- oder Lochtülle und dressiert es auf die
Cupcakes oder ihr nehmt immer einen EL voller Frosting und verstreicht
das mit einer kleine Palette auf den ausgekühlten Cupcakes.

 

 

Optional
Dekoration: Entweder ihr habt so wie ich rote Sprinkles daheim oder ihr
nehmt einfach einen eurer Cupcakes, der vielleicht etwas uneben ist,
steckt ihn in den Standmixer und macht kleine Krümelchen daraus. Diese
sehen auch nett aus auf den gefrosteten Cupcakes.


Zum Befüllen der Spritzbeutel hätt ich hier noch eine kleine Bildserie für euch:

 

*Buttermilch: Wenn ihr keine Buttermilch in euren Kühlschrank herumstehen habt (so wie ich: habe eigentlich nie Buttermilch daheim, außer ich hab sie beim Einkauf miteingeplant für eine Torte oder dergleichen), dann könnt ihr euch kurzer Hand ganz einfach eure eigene herstellen. Ihr nehmt:

  • 1 EL Zitronensaft (frisch gepresst oder das gekaufte Zeugs in der Plastikflasche)
  • (Voll-)Milch

Gebt den EL Zitronensaft in einen Messbecher und füllt das ganze mit Milch auf 240ml. Dann kurz umrühren, 10 min. stehen lassen und ihr habt Buttermilch. TA-DA!

Ich hoffe die lange Zubereitungsbeschreibung schreckt euch nicht zu sehr ab, diesen Cupcakes einen Versuch zu geben. Und ich würde mich sehr über Feedback in den Kommentaren freuen – bis zum nächsten Mal.
Bake on! Euer Kevin