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[Family Sunday] Zwetschgenfleck – Fleck voller Zwetschgen

Viele unter euch kennen es unter einem etwas anderen Namen. DATSCHI. Aber wenn ich bei uns daheim sagen würde: ‚Ich backe jetzt einen Zwetschgendatschi!‘ wäre damit ein Traditionsbruch begangen worden. Bei uns heißt das hier nämlich FLECK! Aber scheißegal wie es heißt, schmecken tut’s als Fleck und als Datschi gleich wunderbar.

Ich muss zugeben, das war der erste Fleck, den ich je gegessen beziehungsweise gemacht habe. Obwohl Oma immer wieder gerne ihre nicht genau messbaren Zutaten für einen Germteig in ihre Germschüssel schmeißt, ist so etwas noch nie aus dem Ofen raus geklettert. Schade eigentlich darum, denn ich habe in den letzten Jahren einiges versäumt! Was eine Germschüssel ist fragt ihr euch? Oma schmeißt da immer alle Zutaten rein, verrührt es mit einem Kochlöffel (beziehungsweise sie schlägt richtig darauf ein – wenn ich einmal die Gelegenheit dazu habe, filme ich das Ganze), verschließt es luftdicht mit dem passenden Deckel und setzt die Schüssel in ein warmes Wasserbad.

Der Germteig ist dann fertig, wenn es ploppt und der Deckel quasi weggesprengt wird. Bei uns steht zwar genau die gleiche in der Vorratskammer und verstaubt dort, aber ich weiß noch nicht so recht, ob ich mich da drüber traue. Immer springt der Deckel bei ihr immer recht stark weg. Es wäre ein Experiment wert, vielleicht mit einer Zeitrafferaufnahme. Uiuiui. Ideen über Ideen.

Wir haben hier bei uns zwar immer von Zwetschgenfleck und Co. geredet, aber wirklich auf den Tisch hat ihn noch niemand gebracht. Mama B ist sowieso nicht der Germteig-Fan, was die Herstellung betrifft. Beim Essen schaut die Sache schon wieder ganz anders aus. Und meistens ist die Zwetschgenzeit einfach viel zu kurz, dass man daran denkt, auch noch einen Fleck zu backen, wenn man eh schon damit beschäftigt ist, von Woche zu Woche immer wieder aufs Neue, Knödel damit zu befüllen! Danke, Oma!

Wie sehen eure Pläne mit den restlichen Zwetschgen noch so aus? Stehen noch Muß beziehungsweiße Powidl auf der Agenda? Bei mir nicht, Powidl kommt mir nicht ins Haus! 

Das Rezept stammt aus einem tollen Buch, das man wirklich schon bald als Back-Bibel bezeichnen könnte. Nicht etwa, weil so viele Techniken und Grundrezepte drin sind, nein, das Format und das Gewicht! Ich spreche von ‚Der Große Lafer Backen‘. Aber ich musste es etwas abwandeln. Der Germteig wäre mir ansonsten zu wenig süß gewesen. Ihr wisst doch, ich habe einen SWEETTOOTH!

Gut ich hab für heute einmal wieder genug gelabert. Jetzt seid ihr an der Reihe und erzählt mir wie euer Wochenende so läuft oder gelaufen ist. Die meisten von euch freuen sich doch bestimmt wieder morgen in die Arbeit zu gehen. Upps, ich habe das böse A- Wort ausgesprochen. Für mich heißt es ab in den wohlverdienten Lernurlaub. Gemeinsam sehen wir uns dann am Mittwoch wieder. TSCHAU!


ZWETSCHGENFLECK

Zutaten

Germteig:

  • 100 ml Milch, lauwarm (47°C)
  • 1 Packung Trockengerm (oder 1/2 Würfel frischer Germ)
  • 250 g Mehl
  • 50 g Zucker
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 25 g Butter, weich
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

Topping und Streusel:

  • 1 kg Zwetschgen
  • 4 EL Semmelbrösel
  • 50 g Mehl
  • 25 g Butter, kalt und klein gewürfelt
  • 25 g Zucker
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 1 Packung Vanillezucker

Zubereitung

  1. Für den Germteig: Die lauwarme Milch mit dem Germ vermischen und kurz beiseite stellen. In der Zwischenzeit in einer großen Schüssel oder der Schüssel der Küchenmaschine, das Mehl, den Zucker und den Vanillezucker mischen.
  2. Sobald das Dampfl etwas aufgegangen ist, diese in die Mitte der Mehl-Mischung geben und anfangen zu kneten. Während dem Kneten noch Butter, Ei und Salz hinzufügen. Nun den Teig für mindestens 10 min. kneten oder bis er geschmeidig, elastisch und nicht mehr klebrig ist.
  3. Den Teig in eine leicht gefettete Schüssel legen, mit Frischhaltefolie oder einem sauberen Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort für 1 Stunde gehen lassen. Der Teig sollte sich verdoppeln.
  4. In der Zwischenzeit für die Streusel: Das Mehl, die Butter, den Zucker, das Salz, den Zimt und den Vanillezucker mit den Händen solange vermischen, bis sich kleine Krümel ergeben. Diese in den Kühlschrank stellen.
  5. Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze (165°C Umluft) vorheizen, den Rost unten platzieren und eine 28 cm Tarte- oder Springform leicht einfetten.
  6. Nachdem der Teig aufgegangen ist, auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem 30-32 cm großen Kreis ausrollen und dann in der Tarte- oder Springform so positionieren, dass ein Rand entsteht.
  7. Den Germteig mehrmals mit einer Gabel einstechen, mit den Semmelbröseln bestreuen, abdecken und weitere 10-15 min. gehen lassen.
  8. In der Zwischenzeit die Zwetschgen waschen, trocknen, entsteinen und vierteln.
  9. Nachdem der Teig wieder etwas aufgegangen ist, die Zwetschgen darauf verteilen (am besten wie kleine Soldaten aufrecht hinstellen) und die Streusel darüber verteilen.
  10. Danach kommt der Fleck für 40 min. in den Ofen oder bis der Teig und die Streusel braun sind.
Euer Kevin von