Jeder kennt sie, jeder weiß, dass es sie in unzähligen Geschmacks- und Farbvariationen gibt aber kaum einer traut es sich zu diese französische Spezialität zu Hause nachzubacken. Dabei können sie so einfach sein. Es sind nur wenige Dinge die wirklich genaue und saubere Arbeit verlangen, der Rest ist normal ein Kinderspiel – die Rede ist von Macarons (oder wie Oma sagen würde: Eiweiß-Bussal mit Schoklad‘ dazwischn).
Diese kleinen bunten Meringue-Cookies gehören in Frankreich zum Bild eines typischen Cáfes dazu, so wie man in unseren Kaffeehäusern hier immer entweder ein Mürbteigplätzchen oder einen kleinen Karamellkeks dazu bekommt.
Viele von euch werden sich jetzt natürlich fragen: Aber es gibt so viele Rezepte da draußen, so viel extra Backequipment, welches im Internet angepriesen wird (Backmatten, spezielle Spritzbeutel-Dinger/ keine Ahnung), was soll an den Dingern also einfach sein? Ich sage es euch: Genaues arbeiten und keinen Schritt auslassen. Vorallem wichtig ist, bereits die Vorbereitung bzw. das GENAUE abwiegen der Zutaten. Sogar die Eiweiß müssen abgewogen werden um später die perfekte Konsistenz zu erhalten.
Da wir es heute mit einem etwas längeren Rezept zu tun haben, werde ich euch die Theorie dahinter und die geschichtlichen Details ersparen und vielleicht später erzählen, falls ihr das überhaupt hören wollt (lasst es mich wissen durch eure Kommentare). Dann also nichts wie los mit er Backerei.

Gesamtzeit4 Stunden Stunden 50 Minuten Minuten
Ergibt24 Stück
GerichtKekse & Schnitten
Portionen
Zutaten
Teig
- gemahlene Mandeln
- Puderzucker
- Zucker
- Wasser
- Eiweiß – aufgeteilt in 90g und 60g das sind ungefähr 5 mittelgroße Eier
- Lebensmittelfarbe
- nach Belieben – am besten Pulver oder Gel keine flüssige
- Lebensmittelfarbe weil dadurch die Konsistenz des Teiges wieder zu stark
- verändert wird
Füllung
- Vollmilch-Schokolade gehackt
- Schlagobers
- Honig
Zubereitung
- Am besten zuerst die Füllung zubereiten, weil diese mindestens 4 Stunden im Kühlschrank gelagert werden muss.
- Nun zum Teig: Dieses Mal muss noch kein Backofen vorgeheizt werden, sondern lediglich 3 Backbleche mit Backpapier auslegen. Als weiterer Vorbereitungsschritt ist notwendig die Mandeln und den Puderzucker entweder im Mixer oder in der Küchenmaschine nochmal noch feiner zu mahlen.
- Im Anschluss in eine Schüssel sieben und die übriggebliebenen Klumpen wegwerfen. Beiseite stellen.
- Für die italienische Meringue: Das Wasser mit dem Zucker in einem Topf verrühren und zum kochen bringen. Solange das Zucker-Wasser-Gemisch noch nicht kocht kann man rühren, jedoch wenn es anfängt zu blubbern, sofort damit aufhören, denn sonst kann es passieren, dass sich Zuckerkristalle bilden und dadurch die Meringue ruiniert wird.
- Währenddessen die 90g Eiweiß mit der Küchenmaschine auf mittlerer Stufe zu halbsteifem Schnee schlagen. Wenn eure Zucker-Mischung die 116°C erreicht hat, die Maschine auf niedrige Stufe zurückschalten und den Zucker in einem dünnen Strahl langsam dazu gießen.
- Nun wird es etwas tricky: Ihr braucht ein Zuckerthermometer (bekommt man für 10 € bei amazon), welche ihr in die Mischung haltet und darauf achtet bis das Gemisch exakt 116°C erreicht – dieses Stadium wird auch Kettenflug oder Ballen genannt.
- Nachdem der Ganze Sirup im Eischnee ist, die Maschine wieder auf mittlere Stufe hochschalten und so lange rühren, bis die Meringuemasse nur noch lauwarm oder zimmerwarm ist. Sie sollte ihr Volumen fast verdreifacht haben und schön glänzen.
- Nun brauchen wir noch die Mandel-Puderzucker-Paste: Dazu die 60g Eiweiß mit der Mandel-Puderzuckermischung verrühren, bis eine Paste entsteht.
- Die eingefärbte Meringue-Masse in 3 Schritten unterheben: Jetzt kommt noch ein wichtiger Teil in der Herstellung von Macarons – und zwar MUSS man ziemlich die ganze Luft wieder aus der Meringue kriegen, die man vorhin hinein gearbeitet hat. Ich weiß es klingt komisch, aber nur so gelingen die Macarons wirklich. Ich hab mich im Internet schlau gemacht und erfahren, dass man ungefähr zwischen 30-50 mal unterheben muss um die richtige Konsistenz zu erhalten. Diese wäre, wenn man den Teigspachtel hochhebt und die Masse wieder zurück in die übrige Masse rinnt, sie sich mit ihr langsam wieder zu einer glatten Oberfläche verbindet. Passiert dies zu schnell, wurde zu viel gerührt – passiert dies gar nicht oder zu langsam, dann noch mehr rühren.
- Nun die Macaron-Masse in einen Spritzbeutel mit einer großen Lochtülle füllen und ca. 70 Kreise in der Größe von etwa 3 cm Durchmesser auf die Backbleche spritzen.
- Für das Finish einfach 2 passende Hälften finden, auf einer davon etwas Ganache verteilen und die andere Hälfte in einer leichten Schraubbewegung daraufsetzen.
So ich hoffe ich habe euch mit diesem Rezept nicht noch mehr abgeschreckt vom ausprobieren der Macarons, aber hier noch ein kleiner Tipp am Rande: Lest das Rezept öfter durch, so wie wenn er es lernen würdet. Dann speichern sich manche Arbeitsschritte vielleicht schon im Gedächtnis ein und die Vorgehensweise wird dadurch auch erleichtert.
Wäre nett in den Kommentaren von euch zu hören, wie ihr es findet, wie eure Erfahrungen mit Macarons sind oder einfach nur Vorschläge, was ich als nächstes testen soll.
Bake on! Euer Kevin


Sieht seeeeeehr lecker aus! Vor allem noch die Farbe <3 Gieeev! 😛 (gottseidank hab ich bald Geburtstag…)
ja dein geburtstag is schon geplant 😛